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Grundsatzpapier zur Bestandssicherung und
Weiterentwicklung der Hamburger Spielhäuser

Trotz der bisherigen Bemühungen des Hamburger Forums Spielräume zusammen mit den Spielhäusern, die Lobby dieser Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit zu stärken, fehlte es bislang an einem geschlossenen Auftreten aller Spielhäuser. Durch das nachfolgende Grundsatzpapier sollen die Spielhäuser die Möglichkeit bekommen, ihre gesellschaftliche Position darzustellen und ihre Forderungen für die Zukunft zu bündeln. Den Spielhäusern wird somit für die zukünftige gemeinsame politische Arbeit eine Grundlage gegeben.


Derzeitige Situation:
  1. Die Hamburger Spielhäuser werden im Schnitt von 60 Kindern täglich genutzt.
  2. Spielhäuser erfüllen - wie auch andere Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbei - wichtige soziale Funktionen und schaffen tragfähige soziale Netzwerke in den Stadtteilen und Quartieren.
  3. Sie arbeiten bdarfsgerecht, flexibel und sind ein offenes Angebot ohne Zugangsbarrieren.
  4. Sie leisten für die Eltern wichtige informelle Beratungsarbeit und bieten soziealpädagogische Hilfen.
  5. Die Grenze der Belastbarkeit des Spielhauspersonals ist durch die zunehmende Bedrohung der Bestandssicherheit und sonstige materielle Beschränkungen der Arbeitsmöglichkeiten erreicht.
  6. Die Spielhäuser sind einer der wenigen städtischen Orte, wo Kinder selbstbestimmt und sozial sicher spielen können.
Forderungen zur Bestandssicherung:
  1. Den Einrichtungen muss zur Sicherung ihrer täglichen Arbeit Planungssicherheit gegeben werden. Die derzeitige Beschlusslage der Bürgerschaft, die Mittel des Betriebshaushaltes nicht zu kürzen reicht nicht aus.
  2. Es ist in diesem Zusammenhang zu begrüßen, daß die Umschichtung von Mitteln auf die 10-18jährigen nun nicht mehr zwingend festgeschrieben ist.
  3. Die nachhaltige Arbeit der Spielhäuser ist aber erst dann gesichert, wenn die Jugendhilfe, insbesondere die offene Kinder- und Jugendarbeit aus dem Konsolidierungsprogramm heruasgenommen wird, d.h. ihre
  4. Entlastung von jeglichen Personalkürzungsmaßnahmen.
  5. Die Jugendhilfeausschüsse der Bezirke müssen auch in Zukunft gewährleisten, daß die materiellen und personellen Ausstattungen der Einrichtungen sicher gestellt sind.
  6. Um den heutigen Stand der Arbeit zu erhalten, sind je Haus mindestens 1 1/2 Stellen für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter erforderlich.
  7. Es ist eine vordringliche Aufgabe der Kinder- und Jugendpolitik der Freien und Hansestadt Hamburg den Spielhäusern als wichtige quartiersbezogene Einrichtungen der offenen Kiner- und Jugendhilfe eine
  8. Bestandsgarantie zu gewähren.
  9. Die Entscheidungsträger der Stadt Hamburg - einschließlich der Fachbehörden und der Bezirke - müssen sich auf gemeinsame Richtlinien einer Politik für Kinder verständigen.
Forderungen zur Weiterentwicklung
  1. Bestandssicherheit bedeutet nicht, die derzeitige Arbeitsweise der Spielhäuser fest zu schreiben. Sie sind gehalten - und bereit - sich angesichts der sozialen Veränderungen des Stadtlebens weiter zu
  2. entwickeln:
  3. So muß die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen des Stadtteils/Quartiers (z.B. Elternschulen) aktiv gesucht und ausgebaut werden.
  4. Die Arbeit muß am Bedarf des Stadtteils ausgerichtet werden.
  5. Die fachliche Konzeption der Arbeit muß durch Kooperation und Erfahrungsaustausch mit anderen Spielhäusern sowie die Fortbildung der Mitarbeiter weiterentwichelt werden.
  6. Die Weiterentwicklung der fachlichen Konzeption sollte die Beteiligung der Eltern und der Kinder einschließen.
  7. Durch die Gründung eines Arbeitskreises der Spielhäuser sollte eine Lobby der Spielhäuser im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendhilfe geschaffen werden.

verabschiedet im Mai 1999
von den Hamburger Spielhäusern

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