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Informationen, Berichte und Bilder von Veranstaltungen
Grundsatzpapier zur Bestandssicherung und
Weiterentwicklung der Hamburger Spielhäuser
Trotz der bisherigen Bemühungen des Hamburger Forums Spielräume zusammen mit den
Spielhäusern, die Lobby dieser Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit zu
stärken, fehlte es bislang an einem geschlossenen Auftreten aller Spielhäuser.
Durch das nachfolgende Grundsatzpapier sollen die Spielhäuser die Möglichkeit
bekommen, ihre gesellschaftliche Position darzustellen und ihre Forderungen für
die Zukunft zu bündeln. Den Spielhäusern wird somit für die zukünftige gemeinsame
politische Arbeit eine Grundlage gegeben.
Derzeitige Situation:
- Die Hamburger Spielhäuser werden im Schnitt von 60 Kindern täglich genutzt.
- Spielhäuser erfüllen - wie auch andere Einrichtungen der offenen Kinder- und
Jugendarbei - wichtige soziale Funktionen und schaffen tragfähige soziale
Netzwerke in den Stadtteilen und Quartieren.
- Sie arbeiten bdarfsgerecht, flexibel und sind ein offenes Angebot ohne
Zugangsbarrieren.
- Sie leisten für die Eltern wichtige informelle Beratungsarbeit und bieten
soziealpädagogische Hilfen.
- Die Grenze der Belastbarkeit des Spielhauspersonals ist durch die zunehmende
Bedrohung der Bestandssicherheit und sonstige materielle Beschränkungen der
Arbeitsmöglichkeiten erreicht.
- Die Spielhäuser sind einer der wenigen städtischen Orte, wo Kinder selbstbestimmt
und sozial sicher spielen können.
Forderungen zur Bestandssicherung:
- Den Einrichtungen muss zur Sicherung ihrer täglichen Arbeit Planungssicherheit
gegeben werden. Die derzeitige Beschlusslage der Bürgerschaft, die Mittel
des Betriebshaushaltes nicht zu kürzen reicht nicht aus.
- Es ist in diesem Zusammenhang zu begrüßen, daß die Umschichtung von Mitteln
auf die 10-18jährigen nun nicht mehr zwingend festgeschrieben ist.
- Die nachhaltige Arbeit der Spielhäuser ist aber erst dann gesichert, wenn
die Jugendhilfe, insbesondere die offene Kinder- und Jugendarbeit aus dem
Konsolidierungsprogramm heruasgenommen wird, d.h. ihre
- Entlastung von jeglichen Personalkürzungsmaßnahmen.
- Die Jugendhilfeausschüsse der Bezirke müssen auch in Zukunft gewährleisten,
daß die materiellen und personellen Ausstattungen der Einrichtungen sicher
gestellt sind.
- Um den heutigen Stand der Arbeit zu erhalten, sind je Haus mindestens 1 1/2
Stellen für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter erforderlich.
- Es ist eine vordringliche Aufgabe der Kinder- und Jugendpolitik der Freien und
Hansestadt Hamburg den Spielhäusern als wichtige quartiersbezogene Einrichtungen
der offenen Kiner- und Jugendhilfe eine
- Bestandsgarantie zu gewähren.
- Die Entscheidungsträger der Stadt Hamburg - einschließlich der Fachbehörden
und der Bezirke - müssen sich auf gemeinsame Richtlinien einer Politik
für Kinder verständigen.
Forderungen zur Weiterentwicklung
- Bestandssicherheit bedeutet nicht, die derzeitige Arbeitsweise der
Spielhäuser fest zu schreiben. Sie sind gehalten - und bereit - sich angesichts
der sozialen Veränderungen des Stadtlebens weiter zu
- entwickeln:
- So muß die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen des Stadtteils/Quartiers
(z.B. Elternschulen) aktiv gesucht und ausgebaut werden.
- Die Arbeit muß am Bedarf des Stadtteils ausgerichtet werden.
- Die fachliche Konzeption der Arbeit muß durch Kooperation und Erfahrungsaustausch
mit anderen Spielhäusern sowie die Fortbildung der Mitarbeiter weiterentwichelt
werden.
- Die Weiterentwicklung der fachlichen Konzeption sollte die Beteiligung der
Eltern und der Kinder einschließen.
- Durch die Gründung eines Arbeitskreises der Spielhäuser sollte eine Lobby
der Spielhäuser im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendhilfe geschaffen werden.
verabschiedet im Mai 1999 von den Hamburger Spielhäusern
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